Historie

Der Pfaffenberg im Originalzustand

 

Steinbruch Pfaffenberg

Doch ein Grund zur Sorge!

Am 21.Mai 2003 berichtet die NÖN (Niederösterreichischen Nachrichten) unter dem Titel „KEIN GRUND ZUR SORGE“ über den geplanten Abbau des Pfaffenberges bei  Hainburg/Donau im östlichen Niederösterreich.

Aufgrund dieses Zeitungsartikels wird auf Betreiben der Anrainer eine Bürgerversammlung organisiert. Im Zuge dieser Veranstaltung wird die „Bürgerinitiative Pfaffenberg“ gegründet. In einem ersten Schritt versucht man die vielen offenen Fragen der Bürger über den Steinbruch Pfaffenberg abzuklären, die aufgrund der sehr restriktiven Informationspolitik des Steinbruchbetreibers und den zuständigen Behörden bisher nicht beantwortet wurden. Etwa 1.200 besorgte Bürger der angrenzenden Gemeinden unterstützen die Bürgerinitiative mit Ihrer Unterschrift.

Die exponierte Lage des Steinbruches inmitten des Nationalparks Donauauen, umgeben von EU geförderten „Natura 2000“ Gebiet sowie die unmittelbare Nähe des Kurortes Bad Deutsch Altenburg sorgen bereits seit Jahren für  Konfliktstoff zwischen dem Steinbruchbetreiber Hollitzer (Teil des mexikanischen CEMEX Konzernes)  und der Bevölkerung der umliegenden Gemeinden Bad Deutsch Altenburg, Hundsheim und Hainburg/Donau.

Der geplante Ausbau des Steinbruches stützt sich angeblich auf eine Abbaubewilligung aus dem Jahre 1997, die damals von der , seit den tragischen Vorfällen in Lassing nicht mehr existenten, Berghauptmannschaft für 60 Jahre (in Worten: sechzig) bis zum Jahre 2055 erteilt wurde.

Der Bewilligungsbescheid wurde nach dem heute nicht mehr gültigen Berggesetz 1975 ausgestellt und räumte den Anrainern und Nachbarn keine Parteienstellung ein. Der Bevölkerung war daher das Ausmaß des geplanten Abbaues bisher nicht bekannt.

Eine nach dem UVP-Gesetz bereits damals notwendige Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wurde durch rechtlich geschickte, aber durchaus sehr umstrittene Interpretation der jeweils gültigen Rechtsgrundlagen umgangen. Bei einer UVP hätten die angrenzenden Gemeinden und Anrainern das Recht auf Parteienstellung gehabt und hätten somit über das unwahrscheinliche Ausmaß der geplanten Abbautätigkeiten  informiert werden müssen.

Die Abbautätigkeiten sollen Hand in Hand mit der Absenkung der nord-östlichen , gegen die Stadt Hainburg/Donau gerichteten Kulissenhöhe (Silhouette oder auch Grat) des Pfaffenberges gehen und sind bereits deutlich wahrnehmbar. Bereits nach wenigen Jahren ist mit einer Absenkung von ca. 50 Höhenmetern zu rechnen. Im Endausbau soll der Berg von ursprünglich 321m (über Adria) auf ca. 257 m (über Adria)  also um ca 60 Höhenmeter abgesenkt sein. Damit verbunden erfolgt eine Annäherung des Steinbruches auf bis zu 170m  zu bewohntem Siedlungsgebiet. 

Der Restliche Abbau in das Innere des Pfaffenberges wird Richtung „Hexenberg“ (süd-östlich) vorgenommen und  die derzeitige Abbaufläche mehr als verdoppeln.